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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c9.47

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c9.47

Language
German

c9.47

Die überaus zahlreichen Verse und Verstheile des Rigveda, welche im Nirukta angeführt sind, stimmen, wenn man von der überlieferten Gestalt dieses Werkes ausgeht, durchweg mit dem traditionellen Rv.-Text, bis auf einige Differenzen geringfügigster Art, bei denen eine Verderbniss auf Seiten des Nirukta wahrscheinlicher ist als die Annahme einer Variante des Riktextes 2). Dass in der That in Yâska's Zeit eine sehr fest ausgeprägte Gestalt des Rigveda vorlag, und dass diese Gestalt in allem Wesentlichen mit der uns überlieferten identisch ist, kann nach dem ganzen Tenor des Nirukta nicht bezweifelt werden. Abweichungen des Yâska von der Rigvulgata treten zunächst als Differenzen der Padazerlegung auf: so in der bekannten Aeusserung Nir. VI, 28 über Rv. X, 29, 1, wo der auf Sâkalya zurückgeführten, in unserm Padapâtha in der That enthaltenen Zerlegung vâ yó — statt des von Yâska angenommenen váyó — entgegengehalten wird: udâttaṃ tv evam âkhyâtam abhavishyad asusamâptaṣ cârthaḥ; ferner Nir. V, 21, wo Y. in Rv. I, 105, 18 statt mâ sakṛíd liest mâsakṛíd; Nir. IV, 15, wo kanînakéva Rv. IV, 32, 23 — vermuthlich richtig — als kanînake iva erklärt wird, während der Padapâtha kanînakâ-iva hat ¹).

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