Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.23.4
Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.23.4
- Language
- German
c2.s2.23.4
sind Fehler der Handschriften, wie sie sich gerade in Jaina-MSS. sehr oft finden⁵. Die Handschriften des C. haben sie meist auch nicht, kaum an einer Stelle einmal alle. Die Sprache, die C. vorwiegend lehrt, ist M., daneben erwähnt er selbst ausdrücklich 3, 37 den *Apabhraṃśa*, 3, 38 die *Paiśācīkī*, 3, 39 die *Māgadhikā*; 2, 13 a. b (p. 44) das *Ārṣa*, das, wie erwähnt, auch in der Recension von AB mehrfach aufgeführt wird, 3, 39ᵃ (p. 52) die *Saurasenī*. Das Beispiel in D 2, 1ᶜ (p. 37) ist = *Gaüḍavaho* 220 und steht auch bei Hc. 1, 6; das zweite Beispiel in CD 1, 26ᵃ (p. 42) *teṇ* *ahaṃ* *viddho* ist offenbar = *Hāla* 441⁶. Da die Beispiele sich nicht in allen MSS. finden, ist es misslich, sie für eine Zeitbestimmung des C. zu verwerten. Der Text ist so schlecht überliefert, dass er nur mit Vorsicht gebraucht werden kann, und nur mit sorgfältiger Benutzung der Varianten. So viel aber scheint sicher zu sein, dass C. älter ist als Hc. und sich unter dessen Quellen befunden hat. Für ein höheres Alter spricht das Vorhandensein mehrerer Recensionen. Abweichechend von allen andern Grammatikern beginnt C. mit der Nominal- und Pronominalflexion (*vibhaktividhāna*); der zweite Abschnitt behandelt die Vocale (*svaravidhāna*), der dritte die Consonanten (*vyañjanavidhāna*). Die Recension CD schliesst diesen Abschnitt mit 3, 36 und fasst 3, 37—39ᵃ als einen vierten Abschnitt zusammen, den sie *bhāṣāntaravidhāna* »Regeln über die andern Sprachen« nennt.