Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.35.3
Grammatik der Prakrit-Sprachen c2.s2.35.3
- Language
- German
c2.s2.35.3
Nach p. 1, 4 ff. ist es nach der Grammatik verfasst und nach 1, 3 ein Nachtrag zu ihr. Der Text ist herausgegeben von PISCHEL, The Deśīnāmamālā of Hemachandra. Part I. Text and critical notes. Bombay 1880⁸. Hc. hat, wie Dhanapāla (§ 35), unter die Deśīs auch Tatsamas und Tadbhavas aufgenommen; aber im Verhältnis zum Umfange des Werkes ist ihre Zahl gering, und seine Arbeit ist für die Kenntnis des Pkt. ausserordentlich wichtig. Die Deśīnāmamālā zerfällt in acht alphabetisch angeordnete Varga. Die Worte werden in zwei Abteilungen aufgeführt. Voran stehen, je nach der Zahl der Silben geordnet, die Worte, die nur eine Bedeutung haben (*ekārthāḥ*), dann folgen, ebenso geordnet, die mit mehr als einer Bedeutung (*anekārthāḥ*). Zu der ersten Classe werden erläuternde Beispiele in Versen gegeben, die von Hc. selbst herrühren und meist sehr albern sind, weil Hc. in einen Vers Worte der verschiedensten Bedeutung zusammenzufassen genötigt war. Sie sollen als mnemotechnische Hilfsmittel dienen und enthalten neben den Deśīs zuweilen anderweitig im Pkt. nicht belegte Worte und Formen. Auch ist nicht selten nur aus ihnen die genauere Bedeutung eines Deśīwortes zu ermitteln⁹. Auch zur Deśīn. hat Hc. einen eigenen Commentar verfasst. Hc. macht kein Hehl daraus, dass seine Arbeit nicht auf Quellenforschung beruht, sondern nur eine Compilation aus älteren Werken derselben Art ist.