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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s2.145

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s2.145

Language
German

v1.c8.s2.145

Es ist wohl möglich, diese Verse — wie Oldenberg ²) meint — auch in das Leichenverbrennungsrituell einzufügen. Es wurden nämlich, wie uns die Ritualbücher lehren, im alten Indien nach der Verbrennung die Knochen gesammelt und in eine Urne gelegt, und diese wurde begraben. Demnach könnten diese Verse beim Begraben dieser Knochenurne gesprochen worden sein. Ich halte das aber nicht für wahrscheinlich. Die Worte: »Öffne dich, Erde, tu ihm nichts zu Leide« u. s. w. scheinen mir doch nur bei Errichtung eines Grabhügels über dem wirklichen Leichnam einen Sinn zu haben. Die Sitte des Begrabens der Knochen halte ich für ein Überlebsel einer älteren Sitte des Begrabens der Leichen, auf welche unsere Verse sich beziehen ³).