Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s2.155
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s2.155
- Language
- German
v1.c8.s2.155
Hatte man aber einmal begonnen, an Indra selbst zu zweifeln, der doch der höchste und mächtigste aller Götter war, so regten sich umsomehr Bedenken gegen die Vielheit der Götter überhaupt, und Zweifel begannen sich zu regen, ob es denn einen Wert habe, den Göttern zu opfern. So in dem Hymnus Rv. X, 121, in welchem Prajāpati als Schöpfer und Erhalter der Welt und als einziger Gott gepriesen wird, und wo in dem von Vers zu Vers wiederkehrenden Refrain: »Welchen Gott sollen wir durch Opfer ehren?« der Gedanke verborgen liegt, daſs es eigentlich mit all der Vielheit von Göttern nichts ist, und daſs nur der eine und einzige, der Schöpfer Prajāpati, Verehrung verdient. Und schlieſslich hat diese Zweifelsucht in dem tiefsinnigen Gedicht von der Schöpfung (Rv. X, 129) ihren gewaltigsten Ausdruck gefunden. Es beginnt mit einer Schilderung der Zeit vor der Schöpfung:
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit