Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.118
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s3.118
- Language
- German
v1.c8.s3.118
Mehr Geheimniskrämerei als wahre Philosophie findet sich auch in den langen Rohitahymnen, aus denen das XIII. Buch des Atharvaveda besteht, in denen überdies allerlei nicht Zusammengehöriges bunt durcheinandergewürfelt erscheint. Da wird z. B. in dem ersten Hymnus Rohita, »der Rote«, d. i. die Sonne oder ein Genius der Sonne, als schöpferisches Prinzip gefeiert — »er schuf den Himmel und die Erde«, »er hat mit Kraft befestigt Erd' und Himmel« —; zu gleicher Zeit wird aber ein irdischer König verherrlicht und der himmlische König Rohita mit dem irdischen König in absichtlich verworrener Weise in Zusammenhang gebracht. Mitten darinnen finden wir aber auch Verwünschungen gegen Feinde und Nebenbuhler und gegen denjenigen, der eine Kuh mit dem Fufse stöfst oder gegen die Sonne sein Wasser abschlägt¹). Und wieder in dem Hymnus XIII, 3 wird in einigen Versen, deren Pathos an den oben zitierten Varuṇahymnus erinnert, Rohita als höchstes Wesen gepriesen, daran aber ein Refrain gehängt, in welchem derselbe Rohita aufgefordert wird, denjenigen in seinem Zorn zu zermalmen, der einen Brahmanen quält. Es heifst da z. B.:
Cites (1)
- Atharvavedasaṃhitā — Atharvan & Aṅgiras, Sanskrit