Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s9.22
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s9.22
- Language
- German
v1.c8.s9.22
‚Lege dieses Stück Salz ins Wasser und komme morgen früh wieder zu mir.‘ Jener tat also. Da sprach der Vater zu ihm: ‚Bringe mir doch das Salz, welches du gestern abend ins Wasser gelegt hast.‘ Er griff danach, fand es aber nicht; wie verschwunden war es. ‚Koste doch einmal von der einen Seite des Wassers. Wie schmeckt es?‘ ‚Salzig.‘ ‚Koste von der Mitte. Wie schmeckt es?‘ ‚Salzig.‘ ‚Koste von der andern Seite. Wie schmeckt es?‘ ‚Salzig.‘ ‚Iſs etwas dazu und komme dann wieder zu mir.‘ Er tat also, aber der Salzgeschmack blieb immer noch. Da sprach der Vater zu ihm: ‚Wahrlich, mein Lieber, auch hier (in diesem Leib) nimmst du das Seiende nicht gewahr, und doch ist es da. Und dieses Feine eben ist es, was das Wesen des Alls ausmacht, das ist das Wahre, das ist der Ātman, das bist du, o Śvetaketu.‘“