Geschichte der indischen Litteratur v1.c9.s8.19
Geschichte der indischen Litteratur v1.c9.s8.19
- Language
- German
v1.c9.s8.19
Im Herbste wollen die Hirten, wie sie es gewohnt sind, ein groſses Fest zu Ehren des Regengottes Indra veranstalten. Kṛṣṇa will von dieser Verehrung des Indra nichts wissen. »Wir sind walddurchwandernde Hirten, die stets vom Reichtum der Kühe leben, die Kühe sind unsere Gottheit, die Berge und die Wälder« (3808). Mit solchen Reden fordert er die Hirten auf, statt der Indrafeier ein Bergopfer zu veranstalten, was diese auch tun. Darüber ist Indra so erzürnt, daſs er ein fürchterliches Unwetter herabsendet. Aber Kṛṣṇa hebt den Berg Govardhana in die Höhe und hält ihn wie einen Regenschirm über die Hirten mit ihren Herden, so daſs diese völlig geschützt sind. Nach sieben Tagen hört das Unwetter auf, Kṛṣṇa stellt den Berg wieder auf seinen Platz zurück, und Indra erkennt demütig in Kṛṣṇa den erhabenen Gott Viṣṇu.