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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.63

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.63

Language
German

v2.c16.s3.t2.63

In die Frühzeit des Buddhismus, wo der Mönch wohl noch manchmal vom arbeitenden Volk, von Ackerbauern und Hirten, als Müßiggänger schel angesehen wurde, fühlen wir uns auch versetzt durch eine Dichtung wie das Kasibhāradvājasutta (4). Hier weist der brahmanische Ackerbauer Bhāradvāja den bettelnden Buddha höhnisch zurück, indem er ihm zu verstehen gibt, daß, wer nichts arbeitet, auch nichts essen solle. Darauf zeigt ihm der Buddha, daß auch er arbeite, und worin sein »Pflügen« bestehe. Und in einem der schönsten dieser alten Gedichte, dem Dhaniyasutta (2), wird das behagliche Glück des reichen Herdenbesitzers, der sich seines Wohlstandes und glücklichen Familienlebens freut, in Gegensatz gebracht zu dem stillen Glück des besitzlosen, heimatlosen, aber von allen irdischen Banden freien Buddha. In einem prächtigen Dialog spricht abwechselnd der reiche Dhaniya und der Buddha je einen Vers mit demselben Kehrreim »Regne, Himmel, wenn du willst«.

Cites (1)