Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.24
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.24
- Language
- German
v2.c16.s5.24
Diese Proben rechtfertigen es wohl zur Genüge, wenn wir das Milindapañha als ein wahres Meisterwerk indischer Prosa bezeichnen. Aber nur der erste, echte Teil kann als eine künstlerische Leistung bewertet werden. Der mit Buch IV beginnende unechte Teil des Werkes ist eine sehr weitschweifige, sehr gelehrte, sehr erbauliche theologisch-apologetische Mönchsarbeit, die aber auf den Namen eines Kunstwerkes keinen Anspruch erheben kann, trotzdem auch in diesem Teile die Darstellung oft durch Gleichnisse belebt wird. Der größte Teil des V. Buches ist sogar ein einziges, breit ausgeführtes Gleichnis, in dem der Buddha, der seine Religion geschaffen, mit einem Baumeister verglichen wird, der eine große Stadt aufbaut. Und das ganze VII. Buch ist ein förmliches Buch der Gleichnisse. Es werden da nicht weniger als 67 Gleichnisse¹ vorgeführt, welche dartun sollen, was für Eigenschaften ein Mönch haben muß, um die Arhatschaft zu erlangen.
Cites (1)
- Milindapañha — Pāli