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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.44

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.44

Language
German

v2.c16.s5.44

Auch in dem dritten Abschnitt, der hauptsächlich von den ersten Bekehrungen handelt und sich zur Einführung von Wundern weniger eignet, fehlt es doch nicht an solchen. Eine Woche verbringt der Buddha, in Meditation versunken, unter dem Bodhibaum, und die Götter zweifeln, ob er denn wirklich die Erleuchtung erreicht habe. Um ihre Zweifel zu zerstreuen, vollzieht er ein paar Wunder, erhebt sich in die Luft, stellt sich dann neben seinem »Thron« gegen Osten blickend hin und bleibt so eine ganze Woche, ohne mit den Augen zu blinzeln, stehen. Hier fügt die Nidānakathā die Bemerkung ein, daß an diesem Orte später das Animisacetiya, d. h. das »Nichtblinzeln-Heiligtum«, errichtet worden sei. Und noch an verschiedenen anderen Stellen werden Heiligtümer erwähnt, die an Ereignisse im Leben des Buddha erinnern sollen, und die auch wohl existiert haben werden. Die Bekehrung der beiden Kaufleute Tapussa und Bhallika zu Laienjüngern wird auch schon im Vinayapiṭaka (Mahāvagga I, 4) erzählt. Die Nidānakathā fügt aber hinzu, daß diese ersten Laienjünger vom Buddha auch einige Haare erhielten, über welche sie als Reliquien ein Heiligtum errichteten. Mit großer Umständlichkeit wird der Besuch des Buddha in seiner Vaterstadt Kapilavatthu berichtet, wobei es wieder nicht an Wundern fehlt. Einen breiten Raum nimmt auch die Erzählung von dem Großkaufmann Anāthapiṇḍika ein, der dem Mönchsorden den Jetavanahain zum Geschenk machte. Mit dieser Erzählung bricht die Nidānakathā ab, ohne daß recht ersichtlich ist, warum gerade hier ein Abschluß gemacht wird.

Cites (1)