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Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s2.5

Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s2.5

Language
German

v3.c21.s2.5

² Am Schluß des Werkes wird der Name des Verfassers als »*Nandi-Bharata*« angegeben. Derselbe Name erscheint als Verfasser eines Werkes über Musik (Aufrecht, CC I, 276) und Nandin als Verfasser eines Werkes über Mimik (Abhinayadarpaṇa), es gibt aber auch ein Abhinayadarpaṇa von Nandikeśvara (Aufrecht CC III, s. v.). Bharata bedeutet auch »Schauspieler«. R. Pischel, KG 183, übersetzt daher Bhāratīya-Nāṭyaśāstra durch »Lehrbuch der Schauspielkunst für Schauspieler« und fügt hinzu: »Oder, wie es die Inder deuten, des Bharata, der zum Schauspieldirektor der Götter und angeblichen Erfinder des Dramas gemacht worden ist.« Es ist aber zweifelhaft, ob Bharata zuerst »Schauspieler« bedeutete und daher zum mythischen Verfasser des Nāṭyaśāstra gemacht wurde, oder ob Bharata als Name des Verfassers des berühmten Lehrbuchs der Schauspielkunst erst später die Bedeutung »Schauspieler« erhielt. Im Viṣṇupurāṇa III, 6, wird der Muni Bharata als Urheber des Gandharvaveda, d. h. der Musik, genannt.

Cites (1)