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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.31

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.31

Language
German

v3.c22.s5.31

³ Daß man solche Stellen nicht als eigentliche Zitate, sondern nur so auffassen darf, beweist schon die Tatsache, daß die widersprechendsten Lehren und die entgegengesetztesten Ansichten dem Manu zugeschrieben werden. Auch in der dem Aśvaghoṣa zugeschriebenen Vajrasūcī (s. oben II, 209 f.) werden Verse als »Mānava Dharma« zitiert, von denen nur zwei in unserer Manu-Smṛti stehen, während die anderen in ihr nicht vorkommen und zum Teil sogar mit ihren Lehren in Widerspruch stehen. In der Einleitung zum Tantrākhyāyika wird an der Spitze der Lehrer des Rechts und der Regierungskunst Manu genannt. Dem Verfasser des Nārāyaṇīya-Abschnittes des Mahābhārata (XII, 335) war aber sicher schon ein Dharmaśāstra des Manu, ebenso wie auch dem Uśanas und dem Bṛhaspati zugeschriebene Lehrbücher, bekannt.

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