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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.48

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.48

Language
German

v3.c22.s5.48

Man sieht, daß auch bei Manu — und dasselbe gilt auch von den anderen metrischen Dharmaśāstras — noch immer die religiösen Vorschriften einen überaus großen Bestandteil des Dharma ausmachen. Immerhin nehmen die rein juristischen Teile der Manu-Smṛti etwas mehr als ein Viertel des ganzen Werkes ein. Nach dem, was über die Spruchdichtung als Quelle für die Dharmaśāstras gesagt worden ist, kann es nicht wundernehmen, daß große Teile der Manu-Smṛti sich mehr wie eine lehrhafte Dichtung als wie ein trockenes Lehrbuch lesen. Selbst in rein technischen Abschnitten finden sich oft Bilder und Vergleiche und eine gehobene Sprache, die beweisen, daß es dem Verfasser darum zu tun war, auch ein litterarisch wertvolles Werk zu schaffen¹). Daß dies das ganze Werk hindurch der Fall ist, mögen einige Proben zeigen, die ich verschiedenen Abschnitten des Werkes entnehme.

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