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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.49

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.49

Language
German

v3.c22.s5.49

¹ Mit großer Begeisterung, aber geringer Sachkenntnis spricht Friedrich Nietzsche (im Antichrist § 56, Wille zur Macht § 194; Nachgelassene Werke, 2. Abt. Bd. XIV, S. 117 ff.) von Manus Gesetzbuch. Er nennt es »ein unvergleichlich geistiges und überlegenes Werk, das mit der Bibel auch nur in einem Atem zu nennen eine Sünde wider den Geist wäre«. Gegenüber Nietzsches Enthusiasmus für Manu wirkt die ästhetisch-kritische Betrachtung über das Gesetzbuch von Oldenberg (LAI, S. 177 ff.) einigermaßen abkühlend. Wenn aber Nietzsche in seiner Unkenntnis des Sachverhalts Manus Werk weit überschätzt, darf man wohl sagen, daß Oldenberg mit seinem stets nach dem Westen gerichteten Blick dem Werk des Inders keineswegs gerecht wird.