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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.53

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.53

Language
German

v3.c22.s5.53

Der Abschnitt über die Rechte und Pflichten des Königs wird mit folgenden Versen (VII, 3-9) eingeleitet: »Als nämlich die Menschen in dieser Welt ohne einen König waren und aus Furcht nach allen Richtungen auseinanderstoben, da schuf der Herr zum Schutz dieser ganzen Welt den König, indem er aus den Göttern Indra, Wind, Yama, Sonne, Feuer, Varuṇa, Mond und dem Gott des Reichtums die ewigen Teilchen entnahm.« »Weil der König aus den Teilchen dieser Götterfürsten geschaffen ist, darum überragt er alle Wesen an Glanz. Wie die Sonne versengt er die Augen und Herzen, und keiner auf Erden vermag zu ihm aufzublicken.« »Er ist Feuer und Wind, er ist Sonne und Mond und des Rechtes Herr (Yama), er ist Kubera (Gott des Reichtums), er ist Varuṇa, er ist der große Indra — infolge seiner Macht.« »Selbst wenn er noch ein Knabe ist, darf ein König nicht verachtet werden in dem Glauben, daß er nur ein Mensch sei; denn er ist und bleibt doch eine große Gottheit in Menschengestalt.« »Das Feuer verbrennt nur einen Menschen, der sich ihm unvorsichtig nähert; das Feuer »König« aber verbrennt die ganze Familie samt Vieh und allem Hab und Gut.«

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