Pramāṇa · Search · About · API

Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c10.s2.t3.6

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c10.s2.t3.6

Language
German

c10.s2.t3.6

Das Asketentum erheischt zwar das Aufgeben alles Besitzes, doch billigen die Shvetâmbaras den Asketen das Tragen einer besonderen Kleidung zu, bestehend in einem weißen (bei den Samvegîs ockergelben) Ober- und Untergewand. Die Ausrüstung eines Mönchs besteht weiterhin gewöhnlich in einigen hölzernen (nicht metallenen) Schalen und Töpfen, mit denen er Speise und Trank sammelt, in einem Stück Zeug, durch welches er das Wasser seiht, bevor er trinkt, in einem Tuche, das er vielfach (bei den Sthânakavâsîs beständig) vor dem Munde trägt, um das Verschlucken von Luft-Tieren zu verhindern, in einem Besen oder einer Bürste, mit welchen er die Insekten auf dem Wege vor sich hinwegfegt, um sie nicht zu verletzen, und in einem Wanderstabe. Die Idolverehrer führen außerdem 5 Muscheln oder Sandelstücke, ein Buch oder etwas ähnliches als Symbol für den abwesenden Lehrer bei sich. Der Kopf wird nicht bedeckt; das Haar soll nach der strengen Regel ausgerupft werden, oft tritt heute jedoch das Scheren an die Stelle des schmerzhaften Ausziehens.