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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c11.s2.t2.9

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c11.s2.t2.9

Language
German

c11.s2.t2.9

Nach Vardhamânasûris „Âcâradinakara“ wird jemand, der, nachdem er die Erlaubnis seiner Eltern, seiner Gattin, seines Sohnes oder seiner Oberen erhalten hat, sich dem Mönchsleben widmen will, zunächst ein Brahmacârî. Nachdem er sich durch eine Reihe von Riten vorbereitet hat, wird an ihm mit großem Gepränge vom Guru die Weihe als Brahmacârî vollzogen. Die Zeremonie besteht in der Rezitation von Sprüchen und Mantras und in dem Ablegen des Gelübdes, den Pflichten der teilweisen Selbstzucht zu genügen. Der Schüler verbleibt auf dieser Stufe während eines Zeitraums bis zu 3 Jahren; er trägt noch den Haarschopf auf dem geschorenen Schädel und eventuell noch die heilige Schnur. Wenn er sich bewährt, kann er zu einem Kshullaka werden, andernfalls tritt er in den Stand eines Haushalters zurück.

Cites (1)