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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c11.s2.t3.3

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c11.s2.t3.3

Language
German

c11.s2.t3.3

Der Morgen-Gottesdienst beginnt gegen 6 1/2 Uhr. Der Pûjârî, der vorher ein Bad genommen oder jedenfalls die fünf Hauptglieder seines Leibes, Mund, Hände und Füße, gewaschen hat, öffnet dann den Tempel. Beim Eintreten in die geweihten Hallen spricht er „nissahi“ oder „nissarahi“, womit angedeutet werden soll, daß er aus der Welt herausgeht und alles Weltliche hinter sich läßt. Dann reinigt er den Tempel und die Idole. Neben das Bild des Tîrthankara wird rechts eine Lampe, links ein Behälter für Räucherwerk (Dhû-padân) gestellt und entzündet. Dann werden die neun Glieder des Tîrthankara (die großen Zehen, Kniegelenke, Handgelenke, Schultern, Scheitel, Stirn, Nacken, Brust, Nabel) vom Pûjârî mit Vâsa-Pulver bestrichen, mit einer wohlriechenden Paste, die aus Sandel, Kampfer, Moschus, Ambra und Safran besteht.