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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c11.s2.t3.6

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c11.s2.t3.6

Language
German

c11.s2.t3.6

Beim Eintreten wäscht er den Stein, auf welchem das heilige Pulver hergestellt wird, bereitet neues zu, tut es in Gefäße und geht in das Allerheiligste (Garbhagriha). Hier nimmt er die Blumen der letzten Pûjâ ab und entfernt mit Hilfe einer Bürste aus Pfauenfedern (Mayûrapuccha) den Staub von dem Bilde des Tîrthankara. Dann taucht er ein Tuch in Wasser und wischt damit das Idol ab, um die alte Sandelpaste zu entfernen. Hat sich an einer Stelle der Safran festgesetzt, so säubert er das Idol mit einer aus den Wurzeln des wohlriechenden Ushîra-Grases (Andropogon muricatum) hergestellten Bürste (Vâlakunci). Nachdem das Bild so gereinigt ist, bereitet er den „Fünfnektar“ (Pancâmrita) zu, eine Mischung aus Milch, geronnener Milch, Ghî, Wasser und Zucker. Das Präparat wird in ein „Kalasha“ genanntes Gefäß getan, das ungefähr die Gestalt einer Teekanne ohne Griff hat. Das Pancâmrita wird über das Idol gegossen, dann geschieht dasselbe mit reinem Wasser, das in einem anderen Kalasha enthalten war. Hierbei werden Sanskrit-Mantras gesprochen. Der Pûjârî nimmt dann drei verschiedene Tücher (Angaluhana) und trocknet das Idol mit diesen dreimal ab. Dann wäscht er den Thron des Bildes und betupft dieses, nachdem er vorher seine Hände gewaschen, an neun Körperstellen mit Sandel, wobei Mantras rezitiert werden.