Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c11.s2.t3.5
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c11.s2.t3.5
- Language
- German
c11.s2.t3.5
Der zweite Gottesdienst beginnt gegen 10 Uhr morgens. Der Pûjârî hat vorher zu baden. Hierbei wäscht er, mit dem Gesicht nach Osten gewendet, die 10 Kakâvalis, d. h. die 10 Glieder, deren indische Bezeichnung mit einem K beginnt, nämlich die Ohren, die Hand- und Fußgelenke, die Achselhöhlen, Nacken und Lenden und trocknet seinen Leib mit einem sauberen weißen Tuch ab. Er betritt dann den Tempel mit einem Gefäß mit Wasser, in welchem er seine Füße vor dem Betreten der Halle wäscht. Nachdem er die Füße an der Matte draußen abgetrocknet hat, schreitet er mit dem Worte „nissahi“ in das Heiligtum hinein. Sein Obergewand (Uttarâsana) faltet er achtmal und bindet es über seinen Mund, damit sein Atem nicht das Idol beflecke.