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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c6.6

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c6.6

Language
German

c6.6

Eingehend haben sich mit den Jainas zuerst Offiziere und Beamte der englischen East India Company beschäftigt 2; die erste knappe, aber alles umfassende Darstellung ihres Systems, die sich auf indische Originalwerke gründete, gab der auf so vielen Gebieten der Indologie bahnbrechende H. T. Colebrooke (1765—1837). Colebrookes Angaben wurden erweitert und ergänzt durch Horace Hayman Wilson (1784 bis 1860) 3; die Schriften beider hochverdienter Männer waren lange Zeit fast die einzigen zuverlässigen Quellen, aus denen während der ganzen ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kenntnis über das Jainatum gewonnen werden konnte. Das Verdienst, die ersten Jainatexte übersetzt zu haben, gebührt Otto Böhtlingk, dem Altmeister deutscher Sanskrit- Lexikographie, der 1847 Hemacandras „Abhidhânacintâmani“ gemeinsam mit Ch. Rieu verdeutschte, und dem Rev. J. Stevenson, der 1848 das „Kalpa-sûtra“ und „Nava-tattva“ ins Englische übertrug. 1858 folgte ihnen der Berliner Sanskritprofessor Albrecht Weber mit Auszügen aus dem „Shatrunjaya-Mâhâtmya“, dem er 1866 solche aus der „Bhagavatî“ folgen ließ. Derselbe Gelehrte beschäftigte sich als erster auch eingehend mit dem Kanon der Shvetâmbaras und wirkte durch viele seiner Abhandlungen und Einzeluntersuchungen bahnbrechend auf den verschiedensten Gebieten der Jaina-Forschung⁴. Von ihm angeregt, haben sich in der Folgezeit namentlich H. Jacobi, E. Leumann, J. Klatt, G. Bühler, R. Hoernle, E. Windisch mit Jainatexten der verschiedensten Art beschäftigt, während L. Rice, E. Hultzsch, F. Kielhorn, P. Peterson, J. Fergusson, J. Burgess sich der Untersuchung der Manuskripte, Inschriften und Kunstdenkmäler der Jainas widmeten.

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