Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s2.t3.4
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s2.t3.4
- Language
- German
c7.s2.t3.4
Nach dem Tode seiner Eltern, die als gläubige Anhänger Pârshvas den freiwilligen Hungertod gewählt hatten, wollte er, damals achtundzwanzig Jahre alt, nach Pârshvas Vorbild der Welt entsagen, wurde jedoch von seiner Familie zurückgehalten *). Erst zwei Jahre später, nachdem er von seinem älteren Bruder Nandivardhana und der Regierung seiner Vaterstadt die Erlaubnis zu diesem Schritt erhalten hatte, schied er von Haus und Sippe und zog nach dem Shandavana genannten Park in der Umgebung von Kundapura. Unter einem Ashokabaum fastete er zweieinhalb Tage, legte ein Mönchsgewand an und riß sich in fünf Büscheln das Haupthaar aus. Ein Jahr und einen Monat lang trug er noch das Kleid, ohne es zu wechseln, dann verzichtete er auch auf dieses und wanderte als nackter Büßer umher. Wie es scheint, hatte er in der Nähe seines Heimatortes zunächst als Mitglied des von Pârshva gegründeten Asketenordens gelebt, hatte sich dann aber von den anderen Mönchen getrennt, da ihm ihre Vorschriften nicht streng genug erschienen, und es vorgezogen, ein unstetes Wanderleben zu führen.