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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s3.t2.3

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s3.t2.3

Language
German

c7.s3.t2.3

Bei Candraguptas Nachfolger Bindusâra (298–273 v. Chr.) soll Cânakya von seinem neidischen Kollegen Subandhu angeschwärzt worden sein, so daß er entlassen wurde. Er verteilte deshalb sein Vermögen unter die Armen und ließ sich auf einem Düngerhaufen vor der Stadt nieder, um den Hungertod des Weisen zu finden. Bindusâra suchte ihn vergeblich zu beschwichtigen und hieß Subandhu zu ihm gehen und sich bei ihm entschuldigen. Dieser aber warf, während er dem Kanzler huldigte, heimlich eine Weihrauchkohle in den Düngerhaufen, so daß derselbe verbrannte. Cânakya kam in den Flammen um und wurde als eine Göttin wiedergeboren. An seinem Widersacher aber nahm der tote Minister noch teuflische Rache. Bevor er die Welt verließ, hatte er einen Korb mit köstlichen Wohlgerüchen gefüllt, mit hundert Schlössern verschlossen und in seinem Hause zurückgelassen. Auf der Suche nach Cânakyas Schätzen stieß Subandhu auf den Korb, öffnete ihn und fand inmitten der wohlriechenden Substanzen ein Blatt mit der Aufschrift: „Wer diese Düfte gerochen hat und danach nicht das Leben eines Mönches führt, den wird sogleich der Tod zu Gaste laden.“ Aus Todesfurcht entsagte Subandhu daraufhin allen irdischen Genüssen und wanderte ruhelos auf der Erde umher 16.