Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s6.1
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s6.1
- Language
- German
c7.s6.1
Unter der britischen Herrschaft konnten die Jainas, ungehindert durch politische Wirren und feindliche Verfolgungen, ihren religiösen Gebräuchen nachgehen; die Ruhe und Ordnung und die außerordentliche Verbesserung des Verkehrswesens, welche die Pax Britannica gebracht hatte, förderten den Handel, von dem der größte Teil der Gemeinde seinen Lebensunterhalt gewann, und hob daher den Wohlstand der großen Jainakaufleute, der von jeher ein bedeutender gewesen war. Getreu den Überlieferungen der Vergangenheit haben die großen Bankiers und Handelsherren nie gezögert, den Tîrthankaras durch große Spenden ihre Verehrung zu bezeugen und durch allgemeinnützige Stiftungen sich ein gutes Karma zu erwerben. Der große Tempel des 15. Tîrthankara Dharmanâtha, welchen der Sheth Hatthi-sinha im Jahre 1848 aus weißem Marmor in Ahmedâbâd errichten ließ, und viele andere kostbare Bauten, die während des letzten Jahrhunderts geschaffen wurden, beweisen den großen Reichtum, dessen sich die Gemeinden erfreuen, und die Opferwilligkeit ihrer Mitglieder.