Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t2.18
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t2.18
- Language
- German
c8.s2.t2.18
Märchenerzählungen in Poesie und Prosa gibt es in großer Zahl; ich nenne an dieser Stelle nur Pādaliptas „Tarangavatī“, die aus den ersten Jahrhunderten n. Chr. stammt, uns jedoch nur in einer tausend Jahre jüngeren Bearbeitung mit dem Namen „Tarangalolâ“ bekannt ist, die E. Leumann unter dem Titel „Die Nonne“ ins Deutsche übertragen hat⁴³. Weitverbreitet ist ferner Haribhadras „Samarāicca-kahâ“, ein in Prākit-Prosa verfaßter Roman mit eingeschobenen Strophen, von dem wir eine Verdeutschung von W. Kirfel erwarten dürfen⁴⁴. In diesem Werke werden die Schicksale von zwei einander feindlichen Personen neun Existenzen hindurch verfolgt; bald sind sie Vater und Sohn, bald Mann und Frau, bald stehen sie in anderen Beziehungen zu einander. Immer stellt der Böse dem Guten nach, und es gelingt ihm auch, ihn zu Tode zu bringen, bis jener schließlich die Erlösung erlangt.
Linked texts (3)
- Samarāiccakahā — Haribhadra Sūri, Māhārāṣṭrī Prakrit
- Taraṃgavaī — Pādalipta, Māhārāṣṭrī Prakrit
- Saṃkhitta-Taraṃgavaī-kahā — Māhārāṣṭrī Prakrit