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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t2.19

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t2.19

Language
German

c8.s2.t2.19

Eine Sonderstellung unter den Kathâs nehmen die Allegorien ein. Ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit des Jaina-Glaubens in bildlicher Form darzustellen. Derartigen Versuchen begegnen wir schon in der kanonischen Literatur; später finden wir sie in den verschiedensten Erzählungswerken. Ein allegorischer Roman großen Stils ist Siddharshis „Upamiti-bhava-prapancâ kathâ“, die Erzählung, welche das Menschenleben im Gleichnis schildert (vollendet im Jahre 906 n. Chr.). Alle Tugenden und Laster figurieren hier in der Gestalt von Personen der verschiedensten Art und geben durch ihr Zusammenwirken ein buntes Bild des Lebens, gesehen vom Standpunkt eines Jainamönches. H. Jacobi hat das Werk in bezug auf seine literarische Bedeutung Bunyans „Pilgrims Progress“ an die Seite gestellt, mit welcher einst vielgelesenen Dichtung es auch die große Beliebtheit in den Kreisen der Frommen teilte⁴⁵.

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