Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t2.5
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t2.5
- Language
- German
c8.s2.t2.5
Eine Art zusammenhängender Geschichte der Jainakirche ist Hemacandras „Parishishtaparva“, der Anhang zu seinem großen Werk über die 63 „großen Männer“, in welchen von den Patriarchen der Gemeinde gehandelt wird. Eine Fortsetzung dieses Buches ist „das Leben der Leuchten des Glaubens“ (Prabhâvakacarita) von Prabhâcandra und Pradyumnasûri (um 1250 n. Chr.), in welchem die Biographien von 22 Jaina-Lehrern, darunter auch die von Hemacandra, gegeben werden. Sammlungen von halbhistorischen Nachrichten und Anekdoten, wie der „Wunschedelstein der Geschichten“ (Prabandhacintâmani) von Merutunga (um 1300), poetische Chroniken wie Hemacandras „Kumârapâla-carita“ und Panegyrika auf freigebige Mäzene verschmelzen in ähnlicher Weise Wahrheit und Dichtung. Von modernen Schriften dieser Art sei nur das kanaresische Kompendium der Jaina-Überlieferungen des Südens genannt, das der Digambara Devacandra 1838 für eine Prinzessin von Maisûr unter dem Titel „Râjâvalikathe“ schrieb, dessen zum Teil auf ältere Quellen zurückgehende Angaben seinerzeit bei den europäischen Forschern lebhafte Diskussionen betreffs ihrer Glaubwürdigkeit hervorriefen.
Linked texts (5)
- Prabhāvakacarita — Prabhācandra (Prabhāvakacarita), Sanskrit
- Pariśiṣṭaparvan — Hemacandra, Sanskrit
- Kumārapālacarita (Prākṛtadvyāśraya) — Hemacandra, Prakrit
- Rājāvaḷikathe — Devacandra 1813, Kannada
- Prabandhacintāmaṇi — Merutuṅga, Sanskrit