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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t3.1

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t3.1

Language
German

c8.s2.t3.1

Das Drama gilt den Indern als die Blüte der Dichtkunst, weil sich in ihm Epik und Lyrik mit der mimischen Darstellung zu einer künstlerischen Einheit verbinden. Die Jaina-Dichter sind auch auf diesem Gebiete tätig gewesen⁵⁴. Als Stoffe fanden in erster Linie heilige Legenden Verwendung, so ist die Râma-Sage von Râmacandra, einem Schüler Hemacandras, in seinem „Raghuvilâsa“, von Hastimalla im „Maithilikalyâna“ bearbeitet worden, die Geschichte von Jîvaka (S. 119) von Haricandra im „Jîvandharanâtaka“ usw. Auch historische Stoffe haben ihre dramatische Ausgestaltung gefunden; so behandelte der Shvetâmbara Jayasinha in seinem „Hammîra-mada-mardana“ („Die Vernichtung des Stolzes des Hammîra“) die Vertreibung eines mohammedanischen Amîr „Milacchîkâra“ durch den Caulukya-König Viradhavala von Dholkâ. Der Name Milacchîkâra ist eine Verballhornung aus der arabischen „mîr-shikâr“, d. h. Jagdmeister, welcher Titel dem späteren Sultan Shamsuddîn Iltutmish (Altamsh) von seinem Vorgänger verliehen worden war.

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