Die Religion des Veda c6.s2.8.1
Die Religion des Veda c6.s2.8.1
- Language
- German
c6.s2.8.1
Anders als bei dieser angeblichen Synonymie etwa von Sūrya („Sonne“) und Savitar („Erreger“), welche beiden Ausdrücke sehr wohl von Haus aus dem Kreis derselben Verehrer angehört haben können, liegt der Fall da, wo sich religiöse Besitztümer verschiedener Familien, Stämme, vielleicht Nationen vermischen²). Daß Derartiges auch in der Vorgeschichte der Vedareligion eine Rolle gespielt haben kann, ja muß, liegt auf der Hand. In den Zeiten der vorgeschichtlichen Wanderungen müssen fremde Elemente in den Arierglauben hineingelangt sein: unten im Abschnitt über die Ādityas wird eine Vermutung in dieser Richtung vorgelegt werden, die, wenn zutreffend, die Dublette einerseits des Sonnen- und Mondgottes Sūrya und Mās, anderseits des — ursprünglichen — Sonnengottes Mitra und Mondgottes Varuṇa erklärt. Weiter muß dann auf indischem Boden der Glaube der Urbewohner Einfluß geübt haben¹). Und Vorstellungen, die unter verschiedenen Arierstämmen heimisch waren, müssen zusammengeflossen sein.