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Die Religion des Veda c7.s2.116

Die Religion des Veda c7.s2.116

Language
German

c7.s2.116

² Vgl. Darmesteter 269 und v. Bradke 100 A. 2, der treffend auf Maitr. Samh. I, 102, 1; 124, 8 hinweist. Vgl. auch Ṛv. V, 40, 5. 9. Die Auffassung, daß *asura* das *a privativum* enthält, zeigt sich bekanntlich auch in der Erfindung des späteren Wortes *sura* „Gott“. — Im ganzen sei bemerkt, daß Geldner a. a. O. und namentlich Darmesteter a. a. O. der hier entwickelten Ansicht über die Asuras in vieler Hinsicht sehr nahe stehen; meine Differenzen ihnen gegenüber sind leicht ersichtlich. — Man hat bekanntlich vielfach die beiden Vorgänge der „Verteufelung“ der Asuras in Indien, der Devas in Iran miteinander parallelisiert. Mir scheint kein ernstlicher Zweifel, daß sich das eine und das andere hüben und drüben in gegenseitiger Unabhängigkeit, überhaupt unabhängig von Einflüssen der anderen Nation vollzogen hat. Und zwar in wesentlich verschiedener Weise. In Iran ließen große religiöse Umwälzungen die alten Götter den Anhängern eines neuen Glaubens als Teufel erscheinen: so wurde das Wort *deva* von seiner früheren sozusagen positiven Bedeutung zur negativen hinübergeworfen. Sehr anders als wie in Indien ohne erheblichen Wandel des Glaubens die ursprünglich gegenüber Positivem und Negativem indifferente Bezeichnung *asura* auf die negative Seite beschränkt worden ist und allein auf dieser fortgelebt hat (s. oben im Text).

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