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Die Religion des Veda c7.s3.65

Die Religion des Veda c7.s3.65

Language
German

c7.s3.65

Personifiziert worden ist das Ṛta nicht. Jene weit und breit durch das Weltganze reichenden Erscheinungen, die zur Anschauung des Ṛta geführt haben, untereinander durch tief innerliche Gleichartigkeit zusammengehalten, konnten sich wohl — wir kommen hierauf sogleich zurück — mit fertig herzugebrachten Göttergestalten assoziieren, aus sich selbst aber mußten sie eher die Vorstellung einer unpersönlichen Macht erzeugen. Wohl haftet dem Ṛta ein gewisser Anflug von Konkretheit an¹). Es finden sich Ansätze zu einer wenn auch vagen Lokalisierung: die Morgenröten kommen erwachend vom Sitz des Ṛta her; oder der Opferplatz wird als Sitz des Ṛta vorgestellt. Es gibt Pfade des Ṛta — eine besonders beliebte Vorstellung, begreiflicherweise, da ja das Ṛta eben eine Richtung des Geschehens ausdrückt —; es gibt Wagenlenker des Ṛta, Schiffe des Ṛta, Kühe und Milch des Ṛta. Aber dem Ṛta Opfergaben gebracht oder zu ihm gebetet hat man nicht²).