Die Religion des Veda c7.s3.93
Die Religion des Veda c7.s3.93
- Language
- German
c7.s3.93
„Wer erbittet heute der Götter Segen? Wer preist die Ādityas und Aditi um Licht?“ „Der Aditi, der ordnungsstarken Licht, das nicht versehrt, des Gottes Savitar Ruhm künden wir.“ „Vor jeglicher Drangsal schütze uns Aditi; sonniges Licht, gefahrenfreies mögen wir erlangen¹).“ — Und weiter mußte gerade Aditi als Mutter der höchsten Weltherren, dazu auch als Trägerin eines für alle Geheimniskrämerei so einladenden abstrakten Namens stark dazu neigen, mit den Mysterien der Weltanfänge in Verbindung zu treten. In den kosmogonischen Spekulationen, die namentlich im jüngeren Teil des Ṛgveda vorliegen, begegnet sie als den Göttervater Dakṣa („Tüchtigkeit“) gebärend und zugleich aus ihm geboren; es ist die Rede von „Sein und Nichtsein am höchsten Himmel, bei Dakṣas Geburt, in Aditis Schoß“. Wir begnügen uns damit, diese Züge am Bilde der Aditi flüchtig zu berühren; man wird sich durch sie im Urteil über die Stelle, an der die Wurzel der ganzen Konzeption liegt, nicht beirren lassen.