Die Religion des Veda c7.s5.5.3
Die Religion des Veda c7.s5.5.3
- Language
- German
c7.s5.5.3
bei einem Opfer für die Erhaltung der Herden wird neben mannigfaltigen Namen Rudras auch der Berg angerufen³). In den Bergen haust er zusammen mit seiner Gattin: von Rudrāṇī ist häufiger die Rede, und sie spielt im Kult eine hervorragendere Rolle, als die anderen ähnlich benannten Götterfrauen wie Indrāṇī usw., die ganz zurücktretende, gestaltlose Wesenheiten sind. Auch seine Söhne werden erwähnt, „die fliegend den Wald durcheilen wie zwei Wölfe, die (nach Beute) schnappen, Bhava und Śarva“⁴); vor allem aber seine Heerscharen, die auf seinen Befehl Krankheit und Tod bringend gegen Mensch und Vieh anstürmen, „die Lärmerinnen, Gegenlärmerinnen, Mitlärmerinnen, Sucherinnen, Zischerinnen, Fleischfresserinnen“⁵), denen man beim Rudraopfer den blutbeschmierten Darminhalt des Opfertieres weiht. Es verdient bemerkt zu werden, daß eine Beschreibung dieses Opfers die betreffende Spende unter Ausdrücken, die unverkennbar Benennungen der Rudraheerscharen sind, den Schlangen zuweist. „Er wendet sich nach Norden und bringt den Schlangen die Spende mit den Worten: ,Zischerinnen, Lärmerinnen, Sucherinnen, Gewinnerinnen: ihr Schlangen nehmt, was hier für euch ist‘. Was da von Blut und Darminhalt herabgeflossen ist, das nehmen die Schlangen“ ¹): eine charakteristische, aber soviel ich sehe vereinzelt dastehende Deutung der Heerscharen Rudras ²).