Die Religion des Veda c7.s6.11
Die Religion des Veda c7.s6.11
- Language
- German
c7.s6.11
Vayu wie Vata heißt „Wind“; das erste Wort ist in dieser appellativischen Bedeutung im Veda bemerkenswert selten, während das zweite das im alltäglichen Gebrauch herrschende ist. Entsprechend ist Vayu ein Windgott nicht sehr viel anders als wie Indra Gewittergott ist. Der Zusammenhang mit dem Naturphänomen ist verblaßt; in stereotypen Wendungen wird er eingeladen, mit der langen Reihe seiner Gespanne (*niyutaḥ*) herbeizukommen und den Somatrank zu genießen, dessen erster Anteil nach alter Opferordnung ihm, dem schnellsten der Götter, zukommt. Anders Vata. Dem räumt der Ritus keinen vornehmen Platz ein. Dafür haftet ihm unverwischt die Anschauung des Windeswehens mit seiner brausenden Frische an. „*Vātas* Wagen preise ich in seiner Größe. Alles zerbrechend, donnernd dringt sein Lärm vor. Er fährt den Himmel berührend, roten Schein verbreitend; er geht einher der Erde Staub aufwirbelnd... Im Luftreich geht er auf seinen Pfaden; nicht ruht er auch nur einen Tag. Der Wasser Freund, der erstgeborene, heilige: wo ist er geboren? Von wannen ist er entstammt? Der Götter Odem, der Welt Fruchtkeim wandelt dieser Gott einher wo er will: sein Brausen hört man; seine Gestalt sieht man nicht. Ihm dem Vata wollen wir Opfer bringen“ (X, 168).
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit