Die Religion des Veda c7.s6.12
Die Religion des Veda c7.s6.12
- Language
- German
c7.s6.12
Es ist bezeichnend, wie die Verbindung des Windes mit Gewitter und Regen sich in zwei Götterpaaren ausdrückt. Vayu tritt stehend mit Indra zusammen: die beiden im Opferritual hochgefeierten, ihrer Naturbedeutung nach verblaßten Götter. Ebenso stehend verbindet sich Vāta mit Parjanya. Parjanya¹) ist der eigentliche, lebendige Gewitter- und Regengott der Vedazeit. Wir bemerkten schon oben (S. 137), daß der ganze Vorstellungskreis des Gewitters, der sich in den Indraliedern erstarrt, von den Dichtern nicht mehr verstanden zeigt, in frischer Naturwahrheit die Hymnen an Parjanya füllt. „Er schlägt die Bäume und die bösen Zauberer schlägt er. Alle Wesen fürchten sich vor dem mächtigen Waffenschwinger. Vor dem Stierkräftigen flieht selbst der Schuldlose, wenn Parjanya donnernd die Missetäter trifft. Wie ein Wagenlenker mit der Peitsche die Rosse peitscht, macht er seine Regenboten sichtbar. Aus der Ferne erhebt sich des Löwen Gebrüll, wenn Parjanya die Regenwolke schafft. Die Winde wehen hervor, die Blitze fliegen, die Kräuter schießen empor, feucht schwillt die Sonne. Nahrung wird für alle Wesen geboren, wenn Parjanya mit seinem Samen die Erde segnet ... Du hast Regen geregnet: nun höre auf. Die wüsten Flächen hast du gangbar gemacht. Du hast Kräuter geschaffen zur Nahrung und den Geschöpfen hast du Weisheit gefunden“ (V. 83).
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit