Die Religion des Veda c7.s6.29
Die Religion des Veda c7.s6.29
- Language
- German
c7.s6.29
¹ K. F. Johansson, *Solfågeln i Indien* (1910) 8 ff. Dies Wesen Viṣṇus soll sich u. a. darin kundgeben, daß beim Manenopfer in die Opferspeise der Daumen (ohne den Nagel) gesteckt wird mit Vers und Spruch an Viṣṇu (vgl. Caland, Altind. Ahnenkult 57. 117. 141. 188 usw.; auch sonst spielt der Daumen bei diesem Ritus eine Rolle: s. ebendas. 24. 26). Ich weiß nicht, ob der Ritus mit dem Daumen Abwehr böser Mächte bezweckt (Caland 188; vielleicht der Daumen den Phallus bedeutend, vgl. Dieterich. Mutter Erde 95 A. 1; Charpentier, Kl. Beiträge 54? Hat der Phallus wie in Griechenland apotropäische Bedeutung? Der Nagel würde vielleicht die Ähnlichkeit des Daumens mit ihm beeinträchtigen: darum ohne den Nagel? Oder Zusammenhang mit der bekannten Wirkung des Totenopfers Nachkommen zu verschaffen?). Die Rolle Viṣṇus aber dabei kann einfach auf der recht häufig sich kundgebenden Vorliebe der jungvedischen Ritualordner für diesen Gott beruhen, den man auch ohne erkennbaren Grund bei zahlreichsten Gelegenheiten zu nennen gewohnt war. Wenn man übrigens hier den Vers sprach: „Hier hat Viṣṇu ausgeschritten; dreimal hat er seine Fußspur hingesetzt,“ so mochte das Eindrücken des Daumens in die Speise wohl den Gedanken an die dem Universum aufgeprägte Fußspur des Gottes erwecken.
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit