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Die Religion des Veda c7.s6.52

Die Religion des Veda c7.s6.52

Language
German

c7.s6.52

⁴ Neueste Versuche in dieser Richtung: Hillebrandt, V. M. III, 362 ff., Kl. Ausg. 111 ff.; Siecke, Pūshan, Studien zur Idee des Hirtengottes (1914). Der erstere Forscher vermutet einen Sonnengott, der letztere findet es auch bei Pūṣan „unwiderleglich klar, daß in ihm ein alter Mondgott steckt“. Überzeugend scheinen mir die beiderseitigen Argumentationen nicht. Hillebrandt legt u. a. Gewicht auf Pūṣans Beiwort *āghṛṇi*, nach ihm „glühend“. Die genaue Bedeutung steht nicht fest, und für Vermutungen über Zusammenhänge oder Einfälle, die Pūṣan dies Beiwort verschafft haben können, bleibt viel Spielraum, leider auch wenig Anhalt. Beispielsweise könnte er „der in die Glut Gehende“ sein, etwa im Zusammenhang einer Erzählung, wie er allein, dem Aushalten jeder Glut gewachsen, einen glühenden Weg zurückzulegen gewußt hat, oder mit der Pointe, daß er in diese Glut die Bösen hineinführt: wozu VII, 40, 6 (auch VI, 48, 16; 53, 8, vgl. VIII, 60, 20) gut passen würde. In keinem Fall, meine ich, kann ein solches Beiwort von vollkommen ungewisser Tragweite die auf breiter Grundlage ruhende Auffassung des Gottes in Frage stellen. — Vollends, daß Av. VII, 9, 1 besonders beweisend für Pūṣans solarische Natur sei (V. Henry), scheint mir durchaus unzutreffend.

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