Die Religion des Veda c7.s6.53
Die Religion des Veda c7.s6.53
- Language
- German
c7.s6.53
¹ Der Erforschung der griechischen Mythologie muß es überlassen bleiben zu fragen, wie weit von Pūṣan etwa Licht auf die Natur des Hermes fällt. Das Bündel sozusagen der Funktionen ist bei beiden Göttern bemerkenswert gleichartig: Schutz der Wege und Reisenden (Hermes ὅδιος, ὁδοιπόρος, πομπός; Hermensäulen als Wegzeichen); Botentum; Psychopompie (auch wenn Hermes z. B. Persephone zur Oberwelt zurückführt, ist das ganz in der Art Pūṣans); Schutz der Herden; Verleihung von Funden (ἕρμαιον). Man bemerke noch, daß Hermes nicht selten mit dem Bock dargestellt wird, auf ihm sitzend oder ihn tragend (Roscher, Lex. der Myth. I, Sp. 2378. 2398. 2404 usw.). Hat das perückenähnliche Haar resp. der Krobylos von Hermesdarstellungen etwas mit Pūṣans *kaparda* (Ṛv. VI, 55, 2; IX, 67, 11) zu tun? — Ein anderes Gesicht würde dieser Kreis von Fragen bekommen, träfe v. Bradkes (Theol. Lit.-Z. 1895, 581) und W. Schulzes (KZ. XLII, 81. 374) etymologische Gleichsetzung von Pūṣan und Pan (Πᾱων) zu. Dann würde sich die Wahrscheinlichkeit dahin neigen, daß doch (vgl. oben S. 234), entgegen dem aus dem Veda abzuleitenden Resultat, hinter dem Wegegott ein Hirtengott zu erkennen ist. Aber jene Gleichung ist offenbar durchaus unsicher.
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit