Die Religion des Veda c7.s9.7
Die Religion des Veda c7.s9.7
- Language
- German
c7.s9.7
Gegenüber der Vorstellung von den Gefahren, die Indras Zorn bringt, herrscht aber weitaus das Vertrauen auf seine unerschöpfliche Gnade vor, zu dem sich der Fromme, von alters her ihm Befreundete berechtigt fühlt. Dem Beter „mindert er nichts ab von seinen Wünschen“. „Keiner kann sagen: er gibt nicht.“ „Wie der Gewitterhimmel Regengüsse, gießt Indra Schätze von Rossen und Rindern aus“: man würde kein Ende finden, wollte man alle ähnlichen Äußerungen sammeln. Dasselbe aber gilt — vielleicht in verkleinertem Maßstab — auch von fast allen übrigen Göttern, hier und da mit individuellen Zügen, dem Wesen des einzelnen Gottes entsprechend — so bei Agni mit der Nuance der Intimität des göttlichen Hausgenossen —: der Grundton ist überall das sichere Vertrauen auf die oft erprobte reiche Gnade der Götter.