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Die Religion des Veda c8.s1.8.3

Die Religion des Veda c8.s1.8.3

Language
German

c8.s1.8.3

Und wenn dieser Ritus schon errungene Erfolge zur Voraussetzung hat, liegt darin wohl weniger das Moment des Dankes als die Vorstellung, daß die betreffenden Wünsche bei Schwachen und Geringen keinen Sinn haben, ein solches Unterfangen vielmehr dem, der unbefugt damit spielt, gefährlich wird: „fortgespült wird, wer ohne die Kräfte dazu zu haben das Roßopfer darbringt“³). — Das Totenopfer ferner, das aus Anlaß freudiger Ereignisse in der Familie wie einer Geburt oder Heirat gefeiert wurde⁴), weist in seinem Ritual keine Spur davon auf, daß es den Dank an die Vorfahren als Geber jenes Glücks darstellt. Es scheint sich einfach darum zu handeln, daß auch den verstorbenen Angehörigen des Hauses Anspruch auf Anteil an der Freude der Lebenden zuerkannt wurde; vielleicht spielt auch der Gedanke mit, daß gerade der, dem besonderes Glück zuteil geworden ist, die meiste Ursache hat, sich der Gnade jener mächtigen Helfer zu versichern. — Am nächsten dem Aussehen eines Dankopfers kommt vielleicht das in den folgenden Sätzen eines Sūtratextes¹ vorgeschriebene Opfer: „Wenn einen, der die Opferfeuer angelegt hat, Krankheit befällt, ziehe er hinaus ... Die Feuer lieben das Dorf, wird gesagt. Nach diesem verlangend, Rückkehr zum Dorf begehrend möchten sie ihn wohl gesund machen, so wird gelehrt. Ist er gesund geworden, soll er ein Somaopfer oder ein Tieropfer oder ein gewöhnliches Opfer darbringen und wieder an der alten Stelle wohnen.