Die Religion des Veda c8.s10.41.2
Die Religion des Veda c8.s10.41.2
- Language
- German
c8.s10.41.2
das Opfer soll diese sichern, stärken, vor allem aber sie dem Opferer zugute kommen lassen. Der Beweis kann sich freilich, wie sich bei der Lage unserer Materialien von selbst versteht, fast nur auf die jüngeren Veden stützen. Die aber lassen in der Handlung selbst wie in den Sprüchen als Leitmotiv immer wieder die Vorstellung der Hitze hervortreten, und eine Reihe von Hindeutungen weist dabei speziell auf die Sonnenhitze. Oben (S. 422) war schon von den Observanzen die Rede, die mit der Geheimlehre von diesem Opfer verbunden sind: es war z. B. verboten sich im Sonnenschein zu bedecken, dort auszuspeien oder den Urin zu lassen: klare Hindeutungen darauf, daß man den Darbringer des Gharma als in besonderer Bundesgenossenschaft mit der Sonne stehend betrachtete. Aus den zur Gharmafeier gehörigen Sprüchen²) hebe ich die Anrufung an Savitar hervor, „dessen aufwärts gerichteter Drang das Licht hat leuchten lassen bei seinem Antrieb; der goldhändige Weise hat durch sein Walten die Sonne geschaffen.“ „Dreimal am Tage haben sie des Namens der Sonne gedacht.“ „Ich sah den Wächter, der sich nicht niederlegt, der hin und her auf seinen Pfaden wandelt“ — offenbar ist die Sonne gemeint³).