Die Religion des Veda c8.s10.41.3
Die Religion des Veda c8.s10.41.3
- Language
- German
c8.s10.41.3
Unter den Sprüchen des Yajurveda, die an den glühenden Kessel gerichtet sind oder von ihm reden, finden sich folgende ¹): „Das Feuer leuchtet, hergekommen mit dem Feuer, mit Gott Savitar, mit der Sonne.“ „Dem Herzen dich, dem Geist dich, dem Himmel dich, der Sonne dich.“ „Dem Strahl der Sonne, dem regenspendenden ²) opfere ich dich.“ „Beglühe der Sonne Glut.“ „Sonne bist du; Sonne gib mir.“ „Singend haben die einen ³) das große Lied ersonnen: damit haben sie die Sonne festgehalten; damit haben sie die Sonne leuchten lassen.“ Und ganz im Sinn dieser Sprüche sagen auch die Erklärungen der Brāhmaṇas ⁴) für die einzelnen Opferhandlungen überaus häufig, daß die Gharmafeier oder der bei ihr gebrauchte Glutkessel die Sonne ist ⁵). — Was speziell den Inhalt des Kessels, die Milch anlangt, so scheint die weiße Flüssigkeit Symbol des Sonnenglanzes zu sein. „Glanz bist du, Licht bist du,“ sagt der Priester zu ihr¹), und so stellt ein Vers des Ṛgveda²) es unter Indras Taten in eine Linie, daß der Gott „in den rohen die gare (d. h. in den Kühen die Milch) erweckt und die Sonne am Himmel emporgeführt hat“. Indem man die Milch glühend macht, teilt man der Sonne Glut mit: und wenn dann weiter, einer mehrfach hervorgehobenen Tendenz entsprechend, der Zauber die Gestalt eines von den Göttern genossenen Opfers annimmt, welche Gottheiten wären mit so großem Recht Empfänger dieses Opfers wie die vor dem Erscheinen der Sonne den Morgen beherrschenden Aśvin? —