Pramāṇa · Search · About · API

Die Religion des Veda c8.s4.34

Die Religion des Veda c8.s4.34

Language
German

c8.s4.34

graben: dies häufig da, wo das Moment des Unheimlichen mitspielt. Hierfür ist charakteristisch, daß beim Tieropfer die übrigen Bratspieße ins Feuer geworfen werden, für den Herzbratspieß aber eine andere Behandlung vorgeschrieben ist: der Priester muß ihn halten, ohne sich und andere damit zu berühren; auf die Erde oder in Wasser darf er nicht gelegt werden (Śatap. Br. III, 8, 5, 9 f.; Kāty. VI, 8, 3; Āpast. VII, 23, 10); schließlich wird er an einsamer Stelle, am Rand einer Pfütze od. dgl. in der Erde versteckt; man kehrt von dort zurück ohne sich umzusehen (Schwab 161 ff.). Die besondere Behandlung dieses Spießes wird damit zusammenhängen, daß das Herz Sitz des Lebens ist (über das vom Bratspieß abgezogene Herz wird ein Spruch gesprochen, der das auszudrücken scheint: Schwab 135); die Qual, die das getötete Tier getroffen hat, ist in den Herzspieß eingegangen, sagt das Śatapatha (a. a. O. § 8); der ursprüngliche Sinn ist möglicherweise, daß etwas von der Seelensubstanz des Tieres daran haftet. Andere Fälle des Vergrabens im Zusammenhang des Kultus wie der Zauberei sind häufig; als Nachklang dieses sakralen Vergrabens wird es angesehen werden dürfen, wenn der Buddha, dem Tode entgegengehend, Cunda anweist, die Überreste der von ihm dargebotenen Speise, der letzten, die er genossen hat, zu vergraben (Mahāparinibbāna Sutta). Eine feste Grenze zwischen Vergraben und Verbrennen läßt sich nicht ziehen; es ist nicht allein die Behandlung der menschlichen Leiche, bei der beide Verfahren nebeneinander stehen (vgl. Pāraskara III, 8, 12 im Ritual des Rindopfers an Rudra: „das mit Blut beschmierte Gedärm wirft er ins Feuer oder sie vergraben es im Boden“). — Neben Vergraben und Verbrennen wäre endlich das Waschen, das Wegschwemmen im Wasser zu nennen, das gleichfalls wie zur Beseitigung unreiner, gespenstischer, krankheitsbringender Substanzen, so auch zu der davon nicht zu trennenden Beseitigung der Fluida verwandt wird, welche die von den Göttern ausgehende Heiligkeit und darum Gefährlichkeit an sich tragen; es sei auf die Erörterung über das Opferbad (*avabhṛtha*) verwiesen (unten im Abschnitt „Dīkṣā und Opferbad“).

Cites (5)