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Die Religion des Veda c8.s5.74

Die Religion des Veda c8.s5.74

Language
German

c8.s5.74

² Wie der Erzählung von Śunaḥśepa, der buddhistischen Erzählung von der Opferung gefangener Könige an eine Baumgottheit (Jātaka vol. III, S. 160; mehr im Cambridger Jātaka-Index unter *Sacrifice [human]*) usw. — Die Śunaḥśepageschichte berichtet bekanntlich, wie ein in der Schuld Varuṇas befindlicher König — er hatte dem Gott seinen Sohn zu opfern versprochen — vom göttlichen Zorn verfolgt einen jungen Brahmanen als Ersatz zu opfern unternimmt: beim Rājasūyaopfer soll dieser als Opfertier dargebracht werden. Die Götter, die der bedrängte Jüngling anruft, schenken ihm die Freiheit; vom König aber wendet Varuṇa seinen Zorn. Diese Geschichte soll bei der Feier des Rājasūya ein Priester dem opferveranstaltenden König vortragen, damit der wie die Ritualtexte sagen, von aller Sündenschuld, von den Fesseln Varuṇas befreit werde (Weber, Über den Rājasūya, 52). Weber (a. a. O. 47) vermutet — vielleicht zutreffend — als die eigentliche Bedeutung dieser Rezitation, daß eine alte Sitte des Menschenopfers beim Rājasūya dadurch als abgetan markiert wurde.

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