Die Religion des Veda c8.s7.2
Die Religion des Veda c8.s7.2
- Language
- German
c8.s7.2
¹ Die Ableitung von *dah-* „brennen“ (Whitney; Hillebrandt Mythologie I, 482; Charpentier, Desiderativbildungen 67) halte ich aus sachlichen Gründen für verfehlt; der freiwillige Feuertod des Weisen wie des Kalanos, an den Hillebrandt erinnert, ist dem Veda fremd und paßt nicht in die Zusammenhänge, in welchen die Dīkṣā steht. Ist mit Weber (Ind. Stud. X, 358 A. 1), mir selbst (ZDMG. XLIX, 176, A. 1) und Güntert (IF. XXX, 98 ff.) an Wurzel *daś-* (= *dāś-*) zu denken, so daß das Wort den Wunsch, den Göttern zu dienen, ausdrückt? Möglich, daß vielmehr die Herleitung von *dakṣ-* (Pet. WB.) zutrifft. Wenn wir unsererseits den durch die Dīkṣā zu erlangenden mystisch-zauberhaften Besitz auch schwerlich als *dakṣa* ausdrücken würden, konnte doch den Alten eine derartige Vorstellung sich leicht unterschieben. Man beachte, wie von *dakṣa* in Sprüchen eben des Dīkṣārituals die Rede ist (Ts. I, 2. 2, 2; 3, 1); dazu auch außerhalb dieses Gebiets Verwendungen der Wortfamilie von *dakṣ-*, welche die Vermutung vielleicht in diese Richtung lenken können: so Ṛv. VI, 48, 1; VII, 16, 6; 32, 9; 97, 8 usw. Auf das Wortspiel von Śat. Br. II, 2, 2, 2 freilich möchte ich kein besonderes Gewicht legen.
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