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Die Religion des Veda c8.s7.4

Die Religion des Veda c8.s7.4

Language
German

c8.s7.4

Die Dīkṣā, eingeleitet durch ein Opfer an Agni und Viṣṇu¹), wird in der Opferhütte vollzogen²), in welcher der Opferer — ähnliches gilt für seine Gattin — geschoren, gebadet und gesalbt, mit frischem Gewande bekleidet, mit dem heiligen Gurt umgürtet sich auf einem schwarzen Antilopenfell, das in der Nähe des Opferfeuers ausgebreitet ist, niedersetzt³). Sein Haupt ist verhüllt; in den Zipfel seines Kleides ist ein Antilopenhorn eingebunden, mit dem er sich wenn nötig zu kratzen hat. So sitzt er schweigend bis zum Sonnenuntergang; dann trinkt er von der gekochten Milch, welche die zur Dīkṣā gehörige Nahrung bildet, und durchwacht die Nacht, oder er schläft in seiner Hütte, sich in Agnis Schutz übergebend, damit der Gott die Nachstellung böser Geister abwehre¹). Diese Weihung, die mit mancherlei Observanzen — z. B. der Pflicht stammelnd zu sprechen und die drei letzten Finger zur Faust zu schließen — verbunden ist, dauert nach den Ansichten verschiedener kürzere oder längere Zeit, nach einigen bis zur vollen körperlichen Erschöpfung²).