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Die Religion des Veda c8.s7.41

Die Religion des Veda c8.s7.41

Language
German

c8.s7.41

Es mag hier beiläufig auf eine dem Opferbad durchaus gleichartige Zeremonie hingewiesen werden, mit der uns jüngere vedische Texte bekannt machen: das Bad oder die Waschung, die den Abschluß der bei einem Brahmanen durchzumachenden, dem Vedastudium gewidmeten Lehrzeit bildet. Diese Waschung verhält sich zur Weihung, welche die Lehrzeit eröffnet, genau wie das Opferbad zur Dīkṣā. Im Anfang der Lehrzeit hatte der Jüngling Gelübde übernommen, die ihn in besondere Berührung mit göttlichen Mächten brachten, den Zustand des Tapas — der ja auch für den Dīkṣāvollzieher charakteristisch ist — in ihm erzeugten¹); jetzt legt er diese Gelübde nieder: die Waschung spült die Spuren jener Berührung weg. Entsprechende Formeln bei beiden Gelegenheiten weisen aufeinander hin: „Agni, Herr des Gelübdes, ich will das Gelübde üben“ — nachher: „Agni, Herr des Gelübdes, ich habe das Gelübde geübt“²). Die im Eingang der Lehrzeit angenommenen heiligen Attribute des geistlichen Schülers, Umgürtung, Stab und Antilopenfell legt er ab und wirft sie ins Wasser³); neue Kleider werden angelegt. Man sieht, in wie genauer Parallelität diese Riten und das Opferbad stehen und sich wechselseitig erläutern⁴).