Pramāṇa · Search · About · API

Die Religion des Veda c9.s1.49

Die Religion des Veda c9.s1.49

Language
German

c9.s1.49

Eine Hauptquelle ihrer Genüsse sind die Spenden, die ihnen bei der Bestattung wie bei späteren Totenfeiern mitgegeben oder nachgesandt werden, Speise und Trank, Kleider und Salben¹); eine andere ist der ins Jenseits ihnen folgende Lohn der Werke, die sie im Erdenleben getan haben, ihrer Opfer und frommen Gaben (*iṣṭāpūrta*). Schon der Ṛgveda (X, 14, 8) läßt die Seligen droben ihre „Opfer und Gaben“ wieder antreffen, und der Atharvaveda ist voll von Ausmalungen der Segensströme, in welche sich im Jenseits diese oder jene hienieden den Priestern mitgeteilte Gabe für den Geber verwandeln wird²). Es gab einen eigenen Ritus, durch den bei der Spendung eines gewissen Breis an die Brahmanen der damit verknüpfte Himmelslohn versinnbildlicht wurde. „Mit Teichen von Butter, mit Ufern von Honig, mit Branntwein statt Wasser, voll von Milch, Wasser, saurer Milch: solche Ströme sollen dir alle fließen, honigsüß schwellend in der Himmelswelt, Lotusteiche von allen Seiten dich umgeben“: auf diese Belohnungen wurde dem freigebigen Spender eine Art konkreter Anweisung erteilt, indem man in dem Brei nach den verschiedenen Himmelsgegenden hin kleine Teiche und Ströme mit den bezeichneten Flüssigkeiten konstruierte¹).

Cites (1)