Die Religion des Veda c9.s2.69.4
Die Religion des Veda c9.s2.69.4
- Language
- German
c9.s2.69.4
Handel gibt es nicht, Kaufgetriebe um Geld. Von dem, was ihnen von dieser Welt aus gegeben wird, leben die Verstorbenen, die Hingegangenen drüben. Wie das Regenwasser, das auf der Höhe niedergefallen ist, in die Tiefe rinnt, so kommt, was hier gegeben wird, den Verstorbenen zugute.“ Hier sieht es ganz aus, als gelte das gespenstische Verweilen in der Nähe der alten Heimat als das regelmäßige Los der Toten. Gewöhnlich aber erscheint das Gespensterdasein als Ausnahme, als Strafe für Verschuldungen, mit Plagen aller Art beladen. Mit einem ungeheuren Bauch und ganz engem Schlund, nackt oder nur mit dem eigenen Haar bekleidet, von Hitze verfolgt, gegen welche Wasser, Schatten, Wind keine Zuflucht bieten, hungernd oder Kot essend, durstend mitten im Gangeswasser, das sich dem Verlangenden in Blut wandelt, wie Wahnsinnige, wie gescheuchtes Wild umherstürzend: so schildern die Buddhisten die Gespenster, viel mehr selbst leidend als dem begegnenden Menschen Schaden zufügend.